CO2 neutral

BF-Maschinen ist klimaneutrales Unternehmen

Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen der Menschheit. Er wird Ökosysteme beeinträchtigen und unsere Lebensformen verändern. Die Wissenschaft führt den globalen Temperaturanstieg des letzten Jahrhunderts auf eine messbar erhöhte Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre zurück, als deren Ursache die Verbrennung fossiler Brennstoffe (v.a. Erdöl, Erdgas, Stein- und Braunkohle) angesehen wird.

Als Unterzeichner der Benediktbeurer Nachhaltigkeitserklärung des Wirtschaftsforums Oberland gehört Thomas Breuer zu den Vorreitern der Region, die bereits 2009 einen ersten CO2-Fußabdruck ihrer Unternehmen erstellen ließen. Jetzt hat der Geschäftsführer der BF-Maschinen GmbH die CO2-Emissionen seines Unternehmens ein weiteres Mal auf der Datenbasis von 2014 berechnen lassen, um zu überprüfen, ob die getroffenen Reduktionsmaßnahmen greifen. Und er darf sich freuen; der CO2-Ausstoß ist im Vergleich zu 2009 um 49 Tonnen CO2 auf rund 138 Tonnen CO2 gesunken.

Das positive Ergebnis des CO2-Fußabdrucks veranlasste Thomas Breuer dazu, die verbleibenden CO2-Emissionen seines Unternehmens erneut für die Jahre 2015 und 2016 auszugleichen, sprich klimaneutrales Unternehmen zu werden. Hierbei wurde Breuer von den klimarebellen, einer Initiative der in Berg am Starnberger See ansässigen zukunftswerk eG (www.zukunftswerk.org) unterstützt.

Es wäre erfreulich, wenn mehr Unternehmen Gefallen an dieser Art des Engagements für den Klimaschutz fänden und Herrn Breuers Beispiel folgten.

 

 

Definition Klimaneutralität

„Klimaneutral“ ist ein erklärungsbedürftiger Begriff. Er ist gleichzusetzen mit den Begriffen „CO2-neutral“ oder dem englischen „carboneutral“ und bedeutet, dass die als klimaneutral beschriebene Sache das globale CO2-Gleichgewicht nicht verändert.

Das ist entweder dann gegeben, wenn - was selten der Fall ist - die Sache über ihren Lebenszyklus hinweg keine Treibhausgase freisetzt und insbesondere ohne CO2 aus fossilen Energieträgern auskommt. In allen anderen Fällen verursacht die Sache zwar Treibhausgasemissionen, die errechnete Menge an Treibhausgasen wird jedoch durch den Ankauf der entsprechenden Menge an Emissionsrechten ausgeglichen.

Der Ausgleich der Emissionen ist ein rechnerischer Vorgang: Die Treibhausgasemissionen entstehen unwiderruflich und gelangen in die Atmosphäre. Damit das globale CO2-Gleichgewicht rechnerisch nicht belastet wird, gilt es andernorts Treibhausgasemissionen in entsprechender Menge einzusparen. Diese Einsparung kann nach dem Clean Development Mechanism des Kyoto- Protokolls z.B. dadurch bewirkt werden, dass in einem Staat, der sich nicht zur Verminderung seiner Emissionen verpflichtet hat, zusätzliche Maßnahmen getroffen werden, die zur Verringerung der Treibhausgasemissionen im entsprechenden Land führen. Diese Maßnahmen nennt man Klimaschutzprojekte. Sie haben zumeist die Errichtung und den Betrieb von Anlagen zur Erzeugung von Energie auf regenerativer Basis zum Gegenstand. In anderen Fällen wird die zusätzliche Einsparung von Emissionen durch Energieeffizienzmaßnahmen bewirkt.

Der Staat, in dem diese Projekte stattfinden, hat nach dem Kyoto-Protokoll keine Klimaschutzziele zu erfüllen, für die er die Emissionseinsparung benötigen würde. Die Einsparungen durch die Klimaschutzprojekte sind demnach demjenigen anzurechnen, der die zusätzliche Maßnahme finanziell ermöglicht hat, namentlich dem Investor des zusätzlichen Klimaschutzprojekts. Dieser erhält als Gegenleistung für sein Investment handelbare Emissionsrechte und mindert so seine Emissionen.

Hinter dem Emissionshandel und dem Clean Development Mechanism steht ein einfacher Gedanke: Wenn im Land A zu den gleichen Kosten mehr Emissionen reduziert werden können als im Land B, dann schafft der Emissionshandel Anreize zu zusätzlichen Klimaschutzmaßnahmen im Land A, von denen auch das Land B profitiert, da es diese Emissionsminderung zugerechnet bekommt. Bildet sich für die Emissionsrechte ein Preis am Markt, kann anhand des Marktpreises einfach nachvollzogen werden, ob der Kauf von Emissionsrechten oder die Emissionsminderung jeweils wirtschaftlich (und ökologisch) sinnvoller ist.